Ergänzende Therapieformen innerhalb der Traditionellen Chinesischen Medizin
Je nach individueller Situation können verschiedene bewährte Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin sinnvoll miteinander kombiniert werden.
Tui Na
Die Tui-Na-Massage zählt zu den ältesten manuellen Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin. Durch unterschiedliche Schiebe-, Druck-, Greif- und Mobilisationstechniken werden Muskeln, Faszien, Gelenke und Meridiane behandelt. Ziel ist es, funktionelle Spannungsmuster zu regulieren, die Beweglichkeit zu fördern und den Organismus in seinem Regulationsgleichgewicht zu unterstützen.
Akupunktmassage nach Penzel (APM)
Die Akupunktmassage nach Willy Penzel entwickelte sich aus den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin und verbindet diese mit westlichen therapeutischen Denkmodellen.
Anstelle von Nadeln werden die Meridiane mit einem speziellen Therapiestäbchen behandelt. Ziel ist es, die natürlichen Regulationsmechanismen des Körpers anzuregen und funktionelle Ungleichgewichte auszugleichen. Aufgrund ihrer sanften Behandlung eignet sich diese Methode auch für Menschen mit Nadelphobie sowie für Kinder.
Moxibustion
Die Moxibustion ist eine traditionelle Wärmetherapie der Chinesischen Medizin. Bestimmte Akupunkturpunkte oder Meridianabschnitte werden gezielt mit angenehmer Wärme behandelt. Nach dem Verständnis der TCM kann dies insbesondere bei funktionellen Schwächezuständen dazu beitragen, den Organismus zu stärken und Regulationsprozesse zu unterstützen.
Schröpfen (Cupping)
Das Schröpfen gehört zu den klassischen Ausleitungs- und Regulationstechniken der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Heute werden neben den traditionellen chinesischen Verfahren auch moderne myofasziale Cupping-Techniken eingesetzt. Durch gezielte Unterdruckreize können Durchblutung, Gewebestoffwechsel und die Beweglichkeit des Fasziengewebes unterstützt werden. Je nach Technik steht dabei entweder die traditionelle Meridianbehandlung oder die funktionelle Behandlung des Bewegungsapparates im Vordergrund.
Gua Sha
Gua Sha ist eine traditionelle Schabetechnik der Chinesischen Medizin. Mit speziell geformten Instrumenten werden Haut und Faszien gezielt behandelt. Ziel ist es, lokale Spannungszustände zu lösen, die Gewebedurchblutung anzuregen und die Beweglichkeit zu verbessern.
Heute findet Gua Sha sowohl in der Traditionellen Chinesischen Medizin als auch zunehmend in der modernen Faszien- und Sporttherapie Anwendung. Vorübergehende Hautverfärbungen stellen dabei eine typische und in der Regel harmlose Reaktion der Behandlung dar.